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Sonderpädagogik / Sozialpädagogik

Im Rahmen der Inklusion werden an der Johannesschule Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet. Inklusion bedeutet, die Vielfalt wertzuschätzen. Das heißt, dass jedes Kind die Möglichkeit erhält, entsprechend seinen Begabungen und Möglichkeiten optimal gefördert zu werden.

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernen mit ihren Mitschülern gemeinsam und erhalten zusätzlich sonderpädagogische Förderung. Zurzeit werden Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache sowie sozial-emotionale Entwicklung an der Johannesschule unterrichtet. Die Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen werden zieldifferent nach den Richtlinien der Förderschule Lernen unterrichtet. Aktuell arbeitet eine Sonderpädagogin an der Johannesschule und eine Lehramtsanwärterin für Sonderpädagogik wird im gemeinsamen Lernen ausgebildet.

Das gemeinsame Lernen ist in unterschiedlichen Formen organisiert, die Kinder werden im Klassenverband, in Kleingruppen oder gelegentlich in Einzelförderung unterrichtet. Hierfür steht ein Förderraum zur Verfügung. Mit Hilfe von Förderplänen wird die sonderpädagogische Förderung geplant, die Entwicklung dokumentiert und der Lernfortschritt evaluiert. Die Sonderpädagogin ist, soweit möglich, am Unterrichts- und Klassengeschehen beteiligt und berät die Lehrkräfte in der Organisation und den geplanten Fördermaßnahmen des Unterrichts. Außerdem wird die Sonderpädagogin präventiv tätig.

Die Sonderpädagogin nimmt an Elterngesprächen von Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf teil, ebenso ist ihre Beteiligung an Elterngesprächen wünschenswert, wenn der sonderpädagogische Förderbedarf des Kindes vermutet wird.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass alle Kinder von dem Gedanken der inklusiven Schule, in der JEDES Kind individuell gefördert wird, profitieren.

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Sozialpädagogische Förderung in der Schuleingangsphase

In der Johannesschule setzt die Förderung am persönlichen Lernstand eines jeden Kindes an. Gemeinsam mit der Klassenleitung wird überlegt, diagnostiziert und in einem Förderplan festgehalten in welchen Bereichen der Basisfähigkeiten die Kinder noch an Kompetenzen hinzu gewinnen können.

Die Bereiche der Basisfähigkeiten lassen sich unterteilen in:

  • Graphomotorik und Feinmotorik

Mit regelmäßigen Schwungübungen werden Fingerfertigkeit und -geschicklichkeit von Kindern trainiert. Die Feinmotorik sorgt dafür, dass Kinder den Stift mit angemessenem Druck und Bewegung über die Zeile führen und Buchstaben schreiben können. Die Feinmotorik ist eine wichtige Grundlage im Schreiblernprozess. Hilfreich sind Übungen zum Schneiden, Kneten, Stecken, Legen und Bauen.

  • Auditive Wahrnehmung

Bei der auditiven Wahrnehmung handelt es sich um die Fähigkeit Informationen durch Lauschen, Zuhören und Hinhören aufzunehmen, die Höreindrücke einzuordnen und zu vergleichen mit bekannten Eindrücken. Übungen, die die auditive Wahrnehmung trainieren, helfen Kindern, denen es schwer fällt z.B. mündlich gestellte Aufgaben zu behalten und umzusetzen oder Geschichten nachzuerzählen oder Gedichte auswendig zu lernen.

  • Phonologisches Bewusstsein

Unter phonologischem Bewusstsein versteht man die Fähigkeit die Lautstruktur der Worte analysieren zu können. Die Analyse der Wortlänge ist eines der Bausteine der phonologischen Bewusstheit. Auch die Fähigkeit zum Reimen und Silben klatschen wird eingeübt. Je mehr sich Kinder mit der Wortstruktur und der Identifizierung von Lauten beschäftigen, desto einfacher fällt später Lesen und Schreiben lernen. Eine gute phonetische Bewusstheit dient der Vorbeugung der Lese-Rechtschreibschwäche.

Übungen befassen sich mit An-, In- und Auslaute von Vokalen oder Konsonanten, Unterscheidung ähnlicher Buchstaben (z.B. d/t), erkennen und zuordnen von Silbenlängen, erkennen und zuordnen von Reimen (Haus-Maus)

  • Visuelle Wahrnehmung und Konzentrationsübungen

Bei der visuellen Wahrnehmung geht es um die Fähigkeit, Informationen über das Sehen aufzunehmen, zu verarbeiten und mit einer Handlung umzusetzen.

Die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen zum sicheren Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens.
Die Übungen trainieren die Raum-Lage-Beziehungen, Figur-Grund-Wahrnehmung, visuelle Differenzierung, Auge-Hand-Koordination, Orientierung im Raum, visuelle Formkonstanz und Konzentration.

  • Förderung im mathematischen Bereich mit vorhandenem ILSA Material

Über den regulären Klassenrahmen hinaus findet eine Förderung in Kleingruppen von Kindern mit besonderen Schwierigkeiten (z.B. Mengen erfassen) beim Erlernen des Rechnens statt.